Blood for the Blood God – Wenn Rover in Schottland wandern…

Tag 3: Drymen – Loch Lomond (28 km)

Der nächste Tag begrüßte uns mit ebenso strahlendem Wetter. Da wir unsere Erwartungshaltung auf tagelangen Dauerregen und Kälte eingestellt hatten, zogen wir ohne Frühstück los, um diese Umstände möglichst gut auszunutzen. Nach 6 Kilometern Wald (während denen es doch tatsächlich drei Tropfen regnete…) machten wir unsere erste Rast und verquirlten sämtliche Reste von Corned Beef, Käse und Eiern zu einer unansehnlichen, aber erstaunlich leckeren Pampe. Vielleicht war es aber auch nur der Hunger…

Nicht gerade ein Hingucker, macht aber gut satt.

Nicht gerade ein Hingucker, macht aber gut satt.

In Sichtweite von uns erhob sich bereits der am Loch Lomond gelegene Conic Hill, welcher eine wunderbare Aussicht auf den Loch bietet. Nach einem Zwischenstopp an einem Bach zur Auffüllung unserer Wasservorräte ging es dann an die Erstürmung des „Gipfels“, wobei es darauf zu achten galt, nicht in die zahlreichen Schafsköttel zu treten.

Der Conic Hill - viel Aussicht, viel Wind, viel Nils.

Der Conic Hill – viel Aussicht, viel Wind, viel Nils.

Erst nach der Hälfte des Abstiegs gelangten wir an die eigentliche Grenze zum Wildcamp-Sperrgebiet. In dem Örtchen Balmaha direkt am Ufer des Lochs deckten wir uns mit ein paar Snacks ein. Ab jetzt ging es für fast den gesamten Tag immer am Loch entlang. Langsam fragten wir uns, warum wir überhaupt Regenklamotten mitgenommen hatten. Der Weg schlängelt sich fast durchgehend durch schattigen Uferwald und durch regelmäßige Kraxeleinlagen über Felsen und Wurzeln machte das Wandern richtig Spaß.

Immer vorausgesetzt, man ist fähig, eine Wanderkarte zu lesen.

Immer vorausgesetzt, man ist fähig, eine Wanderkarte zu lesen.

Am Abend erreichten wir dann schließlich Ptarmigan Lodge, unser Minimalziel für diesen Tag. Da wir in unserem Zeitplan jedoch noch weiter zurückgefallen wären, hätten wir dort unser Zelt aufgeschlagen, wollten wir noch 4 Kilometer weiter und dort in einem Shelter übernachten. Leider war diese Abzweigung des West Highland Ways aber durch Wartungsarbeiten gesperrt und wir mussten den höhergelegenen Teil der Abzweigung nehmen. Wir schlugen dann im Dunkeln unser Zelt auf und verkrochen uns direkt nach dem Abendessen in die Schlafsäcke. Mittlerweile hatten wir bemerkt, dass das Zelt eigentlich ein 3+1 Zelt ist, was zu sehr kuscheligen Verhältnissen im Inneren führte. Da konnte es schonmal passieren, dass einem auf einmal die Hand des schlafenden Nachbarn im Gesicht liegt…

Unser Zeltplatz am nächsten Morgen.

Unser Zeltplatz am nächsten Morgen.

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