Blood for the Blood God – Wenn Rover in Schottland wandern…

Tag 5: Beinglas Farm – Bridge of Orchy (30 km)

Kaffee trinken und dabei die Sonne über den Hügel aufsteigen sehen - unbezahlbar.

Kaffee trinken und dabei die Sonne über den Hügeln aufsteigen sehen – unbezahlbar.

Wer den Kilometerangaben aufmerksam gefolgt ist, wird es bemerkt haben: wir hatten nach der Hälfte der Zeit erst 66 von 154 Kilometern geschafft. Falls wir es noch rechtzeitig nach Fort William schaffen wollten, mussten wir also unser Tagespensum auf gut 29 Kilometer hochschrauben. Es wurde also das 30 Kilometer entfernte Bridge of Orchy zum Tagesziel erkoren. Nachdem wir Zelt und Equipment wieder routiniert auf unsere Rucksäcke aufgeteilt hatten, ging es weiter durch Weiden, Wald und Heide.

Das Wandern ist des Rovers Lust!

Das Wandern ist des Rovers Lust.

Im Wald zwischen der Abzweigung nach Crainlarich und Tyndrum wurden wir dann auch von einem Hinweisschild begrüßt, welches uns zur Bewältigung der Hälfte des West Highland Ways gratulierte. Also nochmal genauso weit laufen…

Nach 20 Kilometern erreichten wir schließlich das Örtchen Tyndrum, welches für die nächsten 45 Kilometer die letzte Einkaufsmöglichkeit bietet. Wir deckten uns also entsprechend mit Snacks, Reis, Eiern, Brot und sonstigem ein, sowie ein Feierabendbierchen für jeden. Es wurde beschlossen, dass wir Martin einiges an schwerem Gepäck überlassen und er die letzten 10 Kilometer mit dem Bus nach Bridge of Orchy zurücklegt, während der Rest auf Schusters Rappen weiterreist. Im Nachhinein ist uns aufgefallen, dass wir schlauerweise Martin das Zelt hätten mitgeben können, damit er schon einmal den Lagerplatz vorbereiten kann. Somit blieb uns nichts anderes übrig, als bei unserer Ankunft mit schweren Beinen, im Nieselregen und umschwirrt von Midges das Zelt aufzubauen.

Schutz vor Regen und Mücken suchten wir sodann in einem direkt angrenzenden Waldstück, was aber auch ausgiebig von den durchkommenden Wanderern als öffentliche Toilette benutzt wird. Eingekeilt zwischen Exkrementen auf der einen und beißenden Plagegeistern auf der anderen Seite, kochten wir uns am Waldrand unseren Reis und tranken das leider ziemlich fade Bier.

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