Pyrenäen 2001

 


Die Mitstreiter:

Matthias Krupp
Andreas Schleicher
Matthias Schellin
Johannes Woog
Michael Völkskow
Dominik Maschke
Mathias Höfel

Sa, 30.06.2001:
21:22h
Zug fällt aus, daher mit Taxi nach Mainz! Dort hat unser Zug 30 min. Verspätung; er ist umgeleitet worden (andere Rheinseite). Weiter ging’s über Karlsruhe, Straßburg nach Paris.
Ankunft ca. 06:41h.

So, 01.07.
Zunächst eine Bank gesucht und festgestellt, dass Paris Est ein ganz schön verschmutzter und nicht sehr attraktiver Teil der Metropole ist. Mit der Metro ging’s zum Bahnhof Montpanasse (?) mit Zwischenstation Isle de Notredame. Notredame kurz von innen beäugt und dann über die Fratzen am Hauptportal fachgesimpelt. Anschließend noch ein kleines Frühstück mit Café au lait und Croisantes (der Ober zeigte den Jungs die kalte Schulter und bediente sie erst nachdem sie sich gesittet verhielten. Dann schnell weiter nach Montepanasse. Den TGV haben wir in letzter Minute erreicht. Auf der langen Strecke über Bordeaux nach Pau (?) schliefen die Einen, die Anderen spielten Skat und tranken teures Amstel. In Pau angekommen, warten auf Anschlusszug nach Olovon St. Michael (MV Niedersachsen kennengelernt. Manche gingen in die Stadt was essen, während der Rest auf die Rucksäcke aufpasste. Leider reichte die Zeit nicht für alle zum Stadtbummeln. Weiter ging’s um 17:08h mit dem Zug nach Olovon, der Zug quälte sich mit typisch, monotonem Toctoc, Toctoc gemächlich die ersten kleinen Ausläufer der Pyrenäen hoch. In Olovon angekommen, direkt mit dem Bus weiter nach Urduos, dem Ausgangspunkt unserer Wanderung. Noch schnell ein Eis und die Wasserflaschen aufgefüllt ging´s los. Immer nur steil bergauf, zunächst durch den Wald, dann durch Hänge übersät mit Fahn, von 780m auf 1200m. Dann Stop, mitten auf dem schmalen Pfad die Zelte aufgebaut, gekocht und im kalten Gebirgsbach gewaschen. Ziemlich platt von der langen Fahrt und dem Aufstieg am späten Abend, schliefen wir lange und trotz der schlechten Lage auch gut.

Mo, 02.07.
11:00h Frühstück !!!
12:30h Abmarsch !!!
Vorm Frühstück noch gewaschen, hat aber nach 200m schon wieder nix gemacht. Wieder immer nur bergauf bis auf 1700m wo wir 50m vom Ref. de Larry eine kurze Pause machten und beschlossen an eben diesem was zu essen. Ich habe noch gesagt es liege bestimmt hinter diesem Hügel und so kam es ja auch! Ein paar Meter weiter gab`s lecker und zuviel Essen. Dann der Aufstieg zum Col d´Ayons 2200m. der Blick, welcher uns erwartete, entschädigte für den harten Aufstieg, nur ein Stichwort: Pic du midi d´Ossan. Endlich ging´s mal ein paar Meter bergab zum Lac Gentan mit dem Refuge d´Ayons. Dort wurden die Zelte aufgeschlagen, im See gebadet und lecker Nudeln gekocht. Anschließend noch bis 11:00h „geklönt“, den Vollmond begutachtet wie er sich nun die Berge ins Tal schob.

Bommi und Benjamin Blümchen verschönten den Abend.
von Matze Krupp

Di, 03.07.
Nächster Tag! Erst einmal gut ausgeschlafen (ca. 09:00h). Anschließend bei super Wetter in den See schwimmen gegangen. Wir ham 1x den See durchschwommen. Auf der anderen Seite haben wir dann über eine Stunde abwerfen mit Hannes Mütze gespielt. Beim Spielen kam einer der Besitzer und hat uns erst mal klar gemacht, dass wir nur von 08:00pm – 08:00am zelten durften. Also, Zelte abbauen! Danach Ewigkeiten Skat gespielt. Abends haben wir uns schließlich entschlossen in der anliegenden Hütte zu Abend zu essen. *Zelte wieder aufbauen. Man muss normalerweise zwar vorbestellen, aber nach einem kleinen Gespräch gab es doch noch was zu essen. –Aber Wein war reichlich da!!!J Gut gesättigt von dem Wein ging es dann in die Heia.

PS: Potz Blitz
von Hoschie

 

Mi, 04.07.
08:20h hab ich die Jungs geweckt, nachdem ich dann die zweite Uhr zum Beweis für diese Zeit herholte, konnte ich sie überzeugen (Michas Uhr ging ca. 1:30h nach – sehr wahrscheinlich schon seit mehreren Tagen!)

Dann Standart: Frühstück, Hannes und Hoschie batteln sich, Zelte abbauen. Vorm Abmarsch die Essensvorratslage gecheckt. Hannes hat noch eineinhalb Salami!!! Wo kommt die halbe her? Sie ham sich nachts einfach eine reingezogen! Dafür mussten sie beim Mittagsessen mit nur Käse auskommen. 11:00h: endlich Abmarsch. Am Refuge noch mal Wasser getankt und quasi zusammen mit dem Eseltreiber den Berg runter. Immer wieder überlegt wohin wir und wie weit wir gehen. Unser letzter Entschluss brachte uns in eine unangenehme und nicht ungefährliche Lage:

von Matze Krupp

Eben drum; es gibt Leute, die lassen sich von der Meinung anderer nicht beeinflussen. So kam es, dass unser mittlerweile zum selbsternannten Leiter avancierte Krupp (auch als Lasi bekannt) sich eine Route aussuchte, die zwar landschaftlich gesehen als äußerst schön in der Karte beschreiben wurde, doch sich als äußerst üble Route entpuppte. Die Alternativroute bestand aus einem Umweg durchs Tal und einem hammerhartem Aufstieg für den nächsten Tag. „Demokratisch“ J wurde die Alternativroute gekickt und der Weg No. 1 eingeschlagen. Runter ins Tal; kurze Rast mit Folgen für die Salami-Verputzer des vorherigen Abends >>> Hunger

Etwa 1 ½ Stunden den Berg hinauf durch Geröll mit ständigen Schweißattacken, zu mindestens bei mir. Nicht grad ein Spaziergang. Und plötzlich verschlechtert sich die Lage: Wolken verdichten sich am Himmel, leichter Regen setzt ein und ein Gewitter ist in der Ferne zu hören; es zieht immer näher. Als wir unseren ursprünglichen Zielort für den Tag erreichen, entschließen wir uns das Ziel des darauf liegenden Tages anzupeilen. Ein fast folgenschwerer Fehler. Wir müssen durch Geröllfelder, die sich mit Schneefeldern abwechseln und der immer stärker werdende Regen erschwert den Aufstieg. Na Klasse!!! Am Pass angekommen und der damit höchsten Stelle für diesen Tag 2132m sind wir mitten im Gewitter. Michingen (alias Micha), dessen Regenjacke verdammt wasserabweisend und atmungsaktiv ist J, setzt auf Stress und wagt den Abstieg zuerst. Zitat: “Jungs wir (ich) müssen (muss) unbedingt aus dem Gewitter raus.“ Na gut, also wieder bergab. Doch wandelt sich nun der Regen in Hagel und Donner und Blitze sind unsere Begleiter zum Refuge Pombie. Jetzt ist die Sache langsam nicht mehr witzig. Plötzlich setzt ein so heftiger Wind ein, dass wir kaum noch Halt finden und jeder seinen eigenen Unterschlupf im Geröllfeld sucht. Meiner einer schmeißt sich auf den Boden, hält sich mit aller Kraft an der Grasnarbe fest, ständig mit der Angst „hinweg geweht zu werden“. Da geht einem schon die Pumpe, erst recht als ein Blitz vermutlich in unserer Nähe einschlägt. Als wir an eine verdammt steile Schneewand kommen, hört der Spaß auf. Denn unterhalb der Schneewand schließt ein kleiner See an. Für jeden war wohl klar, wenn er hier runter fällt, war´s das. Hier holt man keine mehr raus. Also mit aller Vorsicht über die Schneewand und dann so schnell wie möglich zum Refuge Pombie. Alle hams gepackt und erreichen durchnässt, erschöpft und ein wenig geschockt die Hütte.

Dann war alles Programm: Tee kochen, Essen machen und einen Schlafplatz in der Hütte aushandeln (übrigens unser erster in einer Hütte). Nach langem Überlegen entscheiden wir uns im Refuge zu übernachten. Nach einer geringen Mahlzeit ging es in die alt geliebte Skatrunde über. An diesem Abend stellte sich übrigens heraus, dass de Michinger nicht nur Franz, sondern auch Spanisch kann. Die zwei jungen Spanier waren echt cool, soweit ich das als nicht Spanischsprechender (jeden Falls damals noch) behaupten kann. Das rührt wahrscheinlich auch daher, dass die Jungs sich nicht nur eine Tüte reinzogen, sondern sich auch mit Wein den Abend versüßten. Von ihnen erfuhren wir wichtige Infos für unsere weiter Tour. Nach diesen Wirren des Tages hauten wir uns in die Betten.

von Hannes

Do, 05.07.
Nach kurzer Nacht im 3 stöckigen Bett warf uns der unfreundliche Jugendherbergsconsierge aus den Betten. Trotz ausgiebigen Frühstück mussten wir uns in unsere klatschnassen Schuhe quälen. Kein schönes Gefühl. Die Pfadfinderwege trennten sich. Wir stellten ziemlich früh fest, dass das eingeplante Essen nicht ausreichen wird. Hannes und ich (Matze S.) machten sich auf den Weg an die französisch-spanisch Grenze, um weiteres, lebenswichtiges, notwendiges Essen zu kaufen, während die anderen auf direktem Weg zum ausgemachten Treffpunkt gingen. Unser 1stündiger Fußmarsch verlief relativ unspektakulär. Neben einem ausgiebigen Männergespräch sind noch 3 nixraffende, völlig erschöpfte Tussen zu erwähnen. Na ja, die Grenze natürlich nicht zu vergleichen mit Check-Point Charlie, war voll bestückt mit Souvenirläden, Supermärkten & Bullen. Der billige zu kaufende Alkohol verleitete einige Spanier und Franzosen sich zu Alkoholikern zu entwickeln. UNS NATÜRLICH NICHT!!! Bis auf das Essen deckten wir uns nur noch mit Pastis ein. Das Trampen zum gemeinsamen Treffpunkt dauerte ca. 1 Stunde. Selbst ein Rüdesheimer wollte uns nicht mitnehmen!!! Die HESSENARSCHFOTZE.

Am Treffpunkt schlugen wir schließlich die Zelte auf, kauften Käse für 50 DM ein, zockten Skat und kochten Nudeln mit Tomatensoße und angebratener Salami. Nach dem Essen ging eine 3stündige Party in unserem Zelt auf Grund des Gins. Peter/Paul, eine Reise nach Jerusalem, das Grölen von Liedern, stille Post 8Currywurst) sowie Häufchen auf Hoschie, brachten den Abend zum Höhepunkt.

Aj macht weiter (wenn de Lust hast) Also 1 Seite weiter unten.

Bis dann Matthias oder auch nit!!!

Fr, 06.07.
Der Job des unfreundlichen „Jugendherbergsconsierge“ hat an diesem Morgen de M. Krupp übernommen. Nach zweimaligen laut Rufen „Aufstehen!“ kam die „letzte Verwarnung“ J *g*, Da die Berge total verhängt waren wo wir drüber wollten, haben wir uns nach längerem überlegen dazu entschlossen unsere Tour ein weiteres mal abzuändern – es sollte nun über Fabrege gehen – ein Donnerschlag hat uns in dieser Entscheidung bekräftigt. Von nun an geht es auf die Straße bei Regen weiter bis uns ein freundlicher Gastwirt bei sich auf nimmt, damit wir nicht im Regen stehen müssen. Nächste Station: Fabrege. Nach endlosen Diskussionen, ob wir die Seilbahn nehmen oder zu Fuß über unsere Alternativroute laufen, hat sich selbige ganz schnell erledigt, als wir feststellen, dass die letzte Seilbahn gerade abgefahren war. Dann der vermutliche Höhepunkt des Tages. Als de Matze probiert hat am Geldautomaten Geld abzuheben, hatte dieser die Frechheit die Karte zu schlucken. Die Stimmung war auf dem absolutem Höhepunkt. Nach endlosen Diskussionen mit dem Geldinstitut: “Credit Acricole!“ per Telefon, das ein freundlicher Barbesitzer geführt hatte, kamen wir zu dem Schluss, dass wir die Karte in Lourdes abholen müssen. Auf unserem weiteren Weg sind wir kreuz und quer durch den Wald gerockt, wobei Hannes kurzfristig verloren war. Lautes Urgebrülle von M.K. hat jedoch geholfen und Schwups da war de Hannes wieder da. Weiter geht es immer auf der Suche nach Gr10. Im Chalet Refuge erfahren wir, dass wir ca. 1km zu weit gelaufen waren. Hier platzt M.K. der Kragen. Er brüllt in gewohnter “M.K. ist sauer“ Lautstärke: „Ich kotz gleich in de Bach“…“als wenn ich sonst keine Schmerze hätte“!

Schließlich erreichten wir nach weiteren Anstrengungen unser Zeltlager im Farm, wo es natürlich gar keine Mücken gab. Auf dem Wege dorthin wollte M.K. natürlich auch noch sonst wo hinkotzen.
Keine weiteren Ereignisse an diesem Tag.

Kleine Anmerkung noch zum Do, 05.07.

Gude!

Wie gesagt sind wir mit unseren nassen Schuhen los. Schwuppdiwupp waren die Tramper weg (siehe Bericht M.S.) und wir sind auch mal los. Interessant war zunächst ein Beispiel für die Stärke eines Blitzes:

Demonstrationsobjekt: 1 Busch

Versuchsbeobachtungen:  Der Busch ist in der Mitte kreisrund verbrannt 8ca. 120cm Durchmesser) Am Rand des Busche ist der Rest völlig erhalten.

Erklärung:  Der Blitz trifft den Busch mittig und entfacht ein Feuer, welches sich gleichmäßig in alle Richtungen ausbreitet. Nach einiger Zeit wird das Feuer gelöscht, ein Teil des Busches bleibt erhalten. Die Auswirkungen des Gewitters durften wir an einer Kuh bewundern, welche, sanft auf einem Felsen gebettet, von ca. 10 Geiern zerstückelt worden. Die Augen waren schon ausgepickt, wodurch wir das aus den Augenhöhlen laufende Blut auffangen und trinken konnten. Gestärkt gings ins Tal zum vereinbarten Treffpunkt.

von AJ

Sa, 07.07
Servus, zum Samstag sind wir im Wald bei schönem Wetter, mit endlich wieder blauem Himmel aufgewacht. Meine Wette diesbezüglich, am Dienstag in Lourdes, wurde eingelöst. Erst mal hat jeder seine Sachen getrocknet, dann sind wir um 13:00h losgewandert. Als wir ein Tal überquert haben, sind wir auf einen sehr schönen Bach getroffen, wo auch viele ihr Canyoning –Abenteuer starten lassen. Wir haben gebadet und uns gewaschen, bei ca. –5°C. *g*

Da ja ausnahmsweise schönes Wetter war, sind wir schnell getrocknet und dann weitergewandert. Die meiste Zeit haben wir dabei im Wald verbracht und haben auch nicht wie sonst Tausende von Höhenmetern bewältigt. So um 18:00h hatten wir unser Tal, wo wir zelten wollten erreicht und haben die Zelte auf einer Schafwiese aufgebaut. Abends haben wir uns geschont für den nächsten Tag, da wir dann eine riesige Strecke vor uns hatten. Also sind wir schlafen.

Euer Micha

So. 08.07.
Wir zelteten gestern in einem weiten und entspannten Tal, besiedelt von niemandem außer Schafen. In der Ferne ist ein Skilift zu sehen. Wir wissen die Tour heute wird vermutlich die letzte sein, aber auch eine der härtesten.
Der erste Anstieg geht gleich sehr steil ab nach oben durch Nebel und Farn und zieht die Gruppe entzwei. Wir treffen uns weiter oben wieder, mit herrlichem Ausblick zurück über das Tal in dem wir geschlafen, gespeist und getrunken haben. Ein einsamer Bauernhof ist hier oben. Er sieht zwar bewohnt aus, auch ein paar Ziegen blöken uns an, aber kein Mensch ist zu sehen. Wir gehen rechts am Hof vorbei, umrunden einen kleinen Hügel und anschließend einen kleinen Weiher und der Weg endet und die Diskussion beginnt.
Es geht Norden gegen Osten, Trampelpfad gegen Garkeinpfad, jeder gegen jeden. Garkeinpfad gewinnt. Es geht jetzt so steil bergauf, dass wir in selbst erdachten Serpentinen weitergehen. Die Stimmung ist immer noch sehr gut, die warme Sonne trägt dazu bei.
Ich gehe den Weg mit Micha. Und Micha beweist mir, dass er in der Schule aufgepasst hat. Wir zerschlagen ein bißchen die Steine, die wir auf dem Weg finden, und analysieren die Bruchstellen. Ein Stein enthält eine metallene Schicht, den nehme ich mit (Anm.: und den habe ich heute noch). Irgendwann erreichen wir den angestrebten Pass. Und alles ändert sich.
Die andere Seite des Berges ist nebelverhangen, Sichtweite unter 10m. Bisher konnten wir einen Punkt auf dem Berg anpeilen, jetzt peilt hier niemand mehr was. Ab jetzt raten wir und beginnen den Abstieg. Auf dem Weg durch den Nebel wird es sehr still. Wir kommen an einem Steinkreis vorbei, vielleicht anderthalb Meter breit, in der Mitte liegen Tierknochen. Ein Schlucken geht durch die Runde.
Etwas weiter bergab wird der Hang immer steiler und liegt voller Geröll. Die Steine sind im Winter den Berg hinab gerollt, auf dem Schnee liegen geblieben und der Schnee ist jetzt geschmolzen. Es gehen immer wieder lose Steine den Berg hinab. Wir laufen jetzt alle in einer Reihe, wie echte Bergsteiger, nur ohne Sicherung.
Wir kommen zum Halt. Rechts geht es jetzt sehr steil hinunter, weit unten fließt ein Bach. Der Vordermann sagt es geht nicht weiter, wir drehen um. Wir halten uns jetzt rechts und versuchen in das Bachtal zu gelangen. Auf einem ziemlich steilen Stück stürze ich und rutsche den Berg jetzt auf meinem Arsch runter. Ich sehe einige Meter vor mir einen Felsbrocken, so einen Meter breit, und stoße mit meinen Füssen an ihn. Ich halte an – der Felsbrocken geht ab. Wenige Schritte tiefer steht Matze Krupp, und das felsige Ungetüm fliegt direkt auf ihn zu. Ich rufe, er dreht sich um, öffnet den Mund – weit – und der Brocken rauscht knapp an ihm vorbei. Mit einem Donnerschlag kracht der Fels in den Bach.
Der Weg bleibt schwer zu gehen, aber nach einiger Zeit wird er ein wenig flacher und wir erreichen ein Tal, über das der Nebel hinwegzieht. Es sieht schön und ruhig aus, wie ein Elfental. Auch Kühe leben hier und langsam kehrt die Ruhe in unsere Herzen zurück. Wir finden auch bald einen Weg und folgen diesem bis ins Tal. Es gibt jetzt wieder einige lachende Gesichter und Worte wie „dem Tod von der Schippe gesprungen“ und „zwei mal war das Glück uns hold!“ gehen um.
Wenig später erreichen wir ein bewohntes Tal mit Stausee. Auf dem Campingplatz übernachten wir und von der Nacht kann jemand erzählen, der nicht so dicht war wie ich.

Von AJ

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